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Was ist Field of Glory?

Field of Glory sind Tabletop Regeln und gehören international zu den derzeit populärsten Regeln dieser für die Antike und Mittelalterliche Periode (Field of Glory Regeln für die Renassaince und die Napoleonischen Kriege sind derzeit in der Entwicklung).

 

CoSims, Wargames, Tabletops und der Versuch einer Definition

Cosim und Wargame werden oft synonym benutzt, wobei je nach Auslegung, oft der eine oder der andere Terminus, als Überbegriff gilt, welcher den anderen umfasst. Im folgenden gebrauchen wir CoSim als den Überbegriff, der alle Konfliktsimulationen, inklusive Wargames enthält, jedoch auch seine eigene begrenztere Bedeutung hat.

CoSim ist ein englisches Kürzel für Konfliktsimulation. Dieser Begriff umfasst eine Genre an Spielen die sich mit der Darstellung bzw. Simulation historischer oder fikitiver Konflikte befasst. Dies kann von ausgefeilten, historisch fundierten Szenarien (z.B. Makedonen unter Alexander dem Großen gegen die Perser in der Schlacht am Issos) über kleine 'Simulationen' von Gangauseinandersetzungen im Chicago der 30'er Jahre bis hin zu Science Fiction und Fantasy Schlachten gehen (etwa dem 'Nachstellen' des Gefechts in Helms Klamm aus dem Herr der Ringe).

In seiner weitest möglichen Auslegung könnte der Begriff CoSim auch Spiele wie Schach und Go umfassen. Diese sind jedoch soweit abstrahiert das sie üblicherweise nicht mehr zu den CoSims gezählt werden.

Im engeren Sinn bezeichnet CoSim in der Regel jene Spiele die mittels Markern auf Spielplänen gespielt werden und somit den klassischen Brettspielen noch am ähnlichsten ist.

 

Tabletop ist ein, überwiegend im deutschen Sprachraum, gebräuchlicher Begriff überwiegend für jene Wargames die mit dreidimensionalen Figuren und zumeist ohne feste Spielpläne gespielt werden (die Spielfläche wird hier mit beweglichen Elementen, welche unterschiedliches Gelände, Gebäude u.ä. darstellen für jede Spiel neu gestaltet).

 

Wargames

(die folgende Definition wurde der deutschen Übersetzung des Field of Glory Regelwerks entnommen, wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Slitherine Ltd.)

Das Nachspielen historischer Schlachten (Wargaming) kann als beliebtes Hobby bis in das Jahr 1913 zurückverfolgt werden, als der berühmte Autor H.G.Wells in seinem Buch “Little Wars” die ersten kommerziell vertriebenen Regeln für das Spielen mit kleinen Figuren entwickelte und veröffentlichte. Tatsächlich allerdings finden sich frühere Varianten bereits im Kriegsspiel des frühen 19. Jahrhunderts und man munkelt, daß bereits die ägyptischen Pharaonen Modellfiguren zur Planung Ihrer Feldzüge nutzten.

Seitdem hat sich viel getan. Heutzutage ist Wargaming ein faszinierender Zeitvertreib. Mit taktischem Geschick und Glück werden historisch minutiös recherchierte Armeen von bemalten Figuren auf ein realistisch gestaltetes Schlachtfeld geschickt, um längst vergangene Schlachten nachzuspielen. Steckt auch in dir ein Alexander?

Die Spiele reichen vom nachspielen tatsächlicher historischer Schlachten bis zu “was wäre wenn?” Szenarien gegen Gegner, die sich niemals begegnet sind. Man hat die Wahl: ein Spiel an einem Abend zu spielen und mittels eines Punktesystemes für Chancengleichheit sorgen. Oder man versucht Szenarien mit ungleichen Kräfteverteilungen, wie zum Beispiel der Angriff auf eine Armee in Marschformation oder die Verteidigung eines Flusses. Oder aber man entwickelt komplexe Feldzüge, in denen Versorgung und Strategie genauso wichtig sind wie taktisches Geschick.

Antikes/Mittelalterliches Wargaming deckt ein weites Feld ab: von den frühesten stehenden Streitkräften um ca. 3.000 vor Christus bis zum Spätmittelalter, als Feuerwaffen anfingen, die Schlachtfelder zu dominieren. Die Armeen dieser Epoche waren farbenfroh, bunt in der Zusammensetzung und nutzten von der einfachen Schleuder bis zu den gefürchteten Kriegselefanten oder Sichelstreitwagen eine große Zahl unterschiedlicher Waffen.

 

EINFÜHRUNG IN FIELD OF GLORY

(entnommen der deutschen Übersetzung des Field of Glory Regelwerks, mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Slitherine Ltd.)

Field of Glory wurde als leicht erlernbares Spiel entwickelt und erlaubt dem Spieler, sich auf realistische Taktiken und Aufstellungen zu konzentrieren. Es verzichtet bewusst auf die ermüdende detaillierte Buchführung anderer Regelsysteme und will dem Spieler vor allem die Atmosphäre der Schlachten von den ersten antiken Großreichen bis in das Mittelalter vermitteln. Diese Serie gibt sowohl dem Anfänger als auch dem erfahrenen Wargamer alles was er braucht, um die Schlachten der antiken und mittelalterlichen Welt auf seinem Spieltisch nachzuspielen.

Dieses Regelbuch wurde konzipiert, gleichzeitig eine Spielanleitung und ein Nachschlagewerk zu sein. Zur Erklärung wurden viele Diagramme, Fotos sowie eine Reihe nützlicher Tips eingefügt. Im Anhang finden sich daher einige der zuvor erklärten Regeln (z.B. die Definition von Truppentypen oder die Durchführung von Nahkämpfen) noch einmal – um einen leichteren Zugang für den erfahrenen Spieler zu ermöglichen.

Design Philosophie

Um den Zugang zu den Regeln zu erleichtern, sollen im folgenden zuerst einmal die benutzten Begriffe und das Designkonzeptes erklärt werden.

Jedes Mitglied des Designteams hat nicht nur ein großes Interesse an antiker und mittelalterlicher Geschichte, sondern zusammen verfügen wir auch über mehr als 100 Jahre Wargame-Erfahrung.

In Field of Glory übernimmt man die Rolle des Feldherren und seiner Befehlshaber, sozusagen aus der Sicht von oben nach unten. Historische Berichte beschreiben Schlachten eher als eine Serie von Ereignissen denn als durchgängige Aktion. Field of Glory versucht vor allem, dieses hin- und herwogen darzustellen.

Egal, wie Armeen dieser Epoche im Detail aufgebaut waren, hatten sie doch eines gemeinsam: jede hatte einen Oberbefehlshaber und ranghohe Offiziere, die das Zentrum, die Flügel oder aber einen gewagten Flankenangriff befehligten. Die untergeordneten taktischen Formationen (in der Regel eine Anzahl von “Einheiten") wurden von den untergeordneten Befehlshabern befehligt. In Field of Glory werden diese Formationen Kampfverbände genannt.

In Field of Glory befehligt man eine Armee aus ungefähr 10-15 Kampfverbänden, angeführt von einem Oberbefehlshaber und seinen ranghöchsten Offizieren. Das Spiel wurde so entwickelt dass du als der Oberbefehlshaber von Beginn an gefordert bist. Deine Aufgabe ist es, den Gegner auszumanövrieren und deine Kräfte an den strategisch wichtigen Punkten zu konzentrieren. Gut ausgeführt sollte dieses den Willen des Gegners, die Schlacht fortzusetzen, brechen und den gegnerischen Befehlshaber (deinen Gegner) in die Knie zwingen.

Damit die Schlachten sich realistisch und historisch “anfühlen”, haben wir unsere Army List Books mit hunderten akribisch recherchierter historischer Armeen erarbeitet. In der Realität waren einige dieser Armeen nicht größer als 5.000 Mann, andere dagegen riesig. Field of Glory bemüht sich, diese Streitkräfte so darzustellen, dass sie beliebig verkleinert oder vergrößert werden können, ohne ihre historische Zusammensetzung zu ändern, um “was-wäre-wenn” Gefechte zu ermöglichen.

Wir haben uns mit einem leeren Blatt Papier hingesetzt und haben uns eine große Anzahl möglicher Spielmechanismen angesehen. Einige Mechanismen und Konzepte sind völlig neu, andere sehen auf den ersten Blick vertraut aus, funktionieren in Field of Glory aber auf ihre ganz eigene Art und geben so dem Spiel seinen ganz eigenen Charakter.

Es war uns vor Allem wichtig, dass das Spiel Spaß macht - und man das Gefühl behält, ein historisches Spiel zu spielen. Und ob du nun lieber Alexander der Große, Julius Cäsar oder Barbarossa sein möchtest – du hast die Wahl. Viel Spaß beim Spielen – und viel Glück mit den Würfeln!

 

 

Alles verrückte oder wer spielt so etwas?

Sehr unterschiedliche Menschen. Im großen ganzen ist uns allen gemein das wir ein gewisses Interesse an der Historie haben. Viele hatten dieses Geschichtsinteresse schon bevor sie zum Tabletop kamen (bzw. kamen durch ihr Geschichtsinteresse zum Tabletop), andere haben es erst durch dieses Hobby entwickelt.

Die primäre Motivation einzelner Spieler ist dennoch höchst unterschiedlich. Einige lieben die strategischen Herausforderungen die ein Spiel bietet, andere mögen es ausgefeiltes Gelände zu basteln und Figuren ebenso liebevoll wie detailiert zu bemalen und wieder andere interessiert der was wäre wenn Aspekt den historische Tabletops wie Field of Glory bieten.

Was man unter Wargamern kaum finden wird sind Kriegstreiber oder rechtsextreme Ansichten.

Wer nun neugierig geworden ist kann sich am besten ersteinmal in den einschlägigen Foren informieren (siehe Linkseite) oder schickt uns einfach eine Mail: